Der folgende Text wird mit freundlicher Genehmigung von Peter Schweer hier veröffentlicht. Er stammt aus seinem Buch "Das optimal getrimmte Rigg", erschienen beim Delius Klasing Verlag (ISBN: 3874121275). Ebenfalls im Delius Klasing Verlag erschienen ist von ihm "Die schnelle Fahrtenyacht: Trimm- und Regattatricks" (ISBN: 3874121763).

 

Die folgende Tabelle ist eine kurze Zusammenfassung der ein seinem Buch beschriebenen Trimmtabellen.

Schwacher Wind
  Am Wind Halb-Wind Vor-Wind
Großsegel
Großschot lose lose lose
Traveller etwas nach Luv etwas nach Lee Lee
Baumniederholer lose lose lose
Vorliek geglättet geglättet geglättet
Unterliek geglättet geglättet geglättet
Achterstag lose lose lose
Backstag 7/8 lose lose lose
Vorsegel
Schot lose lose lose
Schot-Holepunkt leicht vorlicher nach außen und etwas vorlicher nach außen und gut vorlicher
Vorliek gerade eben glatt leicht gekräuselt ganz lose
Mittlerer Wind
  Am Wind Halb-Wind Vor-Wind
Großsegel
Großschot dicht leicht dicht lose
Traveller mittschiffs mittschiffs Lee
Baumniederholer lose mäßig dicht dicht
Vorliek leicht durchgesetzt geglättet geglättet
Unterliek leicht durchgesetzt geglättet geglättet
Achterstag mäßig fest mäßig fest mäßig fest
Backstag 7/8 etwas dicht etwas dicht leicht dicht
Vorsegel
Schot dicht etwas dicht etwas dicht
Schot-Holepunkt Normalstellung außen und vorlich außen und vorlich
Vorliek glatt glatt leicht gekräuselt
Viel Wind
  Am Wind Halb-Wind Vor-Wind
Großsegel
Großschot max. dicht dicht mäßig lose
Traveller Lee etwas nach Lee Lee
Baumniederholer lose dicht max. dicht
Vorliek voll durchgesetzt leicht durchgesetzt geglättet
Unterliek voll durchgesetzt leicht durchgesetzt leicht durchgesetzt
Achterstag fest fest mäßig fest
Backstag 7/8 max. dicht max. dicht dicht
Vorsegel
Schot max. dicht mäßig dicht lose
Schot-Holepunkt außen Normalstellung außen Normalstellung außen Normalstellung
Vorliek dicht mäßig dicht leicht gekräuselt

 

Das aufmerksame und richtige Einstellen der Segelprofile und des Schotzugs gehören zum guten Stil an Bord. Ein fast ständiges Beobachten der Segel und ihrer Windfäden sollte genauso selbstverständlich sein, wie der Blick in den Rückspiegel eines Autos.

Strenggenommen ist nur ein einziges Profil pro Segel für die jeweiligen Bedingungen, deren Parameter Windstärke, Wind-Einfallswinkel und Wellenbild, das richtige. Die Kunst des Segeltrimmens besteht nun darin, die Segel der vermeintlichen Formgebung weitgehend anzupassen. Hierzu sind Grundkenntnisse aus der Aerodynamik genauso vorteilhaft, wie Erfahrungen, die bei Geschwindigkeitsvergleichen mit ähnlichen Yachten gewonnen wurden.

Im Folgenden geht es nicht um High-Tech-Regattasegeln, sondern um Trimmhinweise für Fahrtenyachten, für deren Eigner und Crews, die gelegentlich an einer Regatta teilnehmen, oder.... die einfach nur schneller segeln möchten. Es geht um Trimmtips, wie man sie mit den vorhandenen Bordmitteln leicht realisieren kann. Ohne kostspielige Zusatzausrüstung! Schließlich werden Trimmfehler behandelt, die immer wieder auch bei Regatten - auch auf hochwertigen - zu beobachten sind.

Für die in diesem Heft angesprochene Zielgruppe von Seglern bietet der Markt Trainingskurse in Theorie und Praxis.

 

GÄNGIGE RIGGTYPEN

DAS TOPPGETAKELTE RIGG


Vorteile

  • unempfindlich gegen Fehltrimm
  • unkompliziert in der Bedienung


Nachteile

  • geringe Trimm-Möglichkeiten
  • großes Vorsegel erfordert Kraftaufwand


Trimm
 Die Mastbiegung kann beeinflusst werden durch unterschiedliche Spannung der achteren und vorderen Unterwanten, sowie durch den Achterstagspanner. Die vorderen Unterwanten können durch ein Babystag ersetzt werden; sein Vorteil: Es läßt sich während des Segeln trimmen. Der Mast sollte, ohne Segel-Windlast im Hafen leicht vorgebogen getrimmt werden. Dieses erreicht man, indem die vorderen Unterwanten deutlich strammer durchgesetzt werden, als die achteren. Durch ein Durchsetzen des Vorsegel-Falls wird der Topp später wieder etwas nach vorn gezogen. Die Folge: Unter Last steht der Mast wieder gerade. Der größte Fehltrimm, der gemacht werden kann, ist ein "negativ" gebogener Mast. Bei diesem Trimm zeigt der Masttopp schräg nach vorn, während der Salingsbereich nach achtern gezogen wird. Dieser Trimm führt zu einem bauchigen, geschlossenen Großsegel. Auf einem Amwind-Kurs wird durch den Zug an der Großschot das Achterliek übermäßig gespannt, die Yacht wird luvgierig, weil im Lattenbereich verstärkter Winddruck auftritt.
 Der toppgetakelte Mast erfordert einen soliden Dreh- oder Hydraulik-Achterstagspanner zum strammen Durchsetzen des Vorstags.
 Hängt dieses, und damit auch das Vorliek des Vorsegels, auf einem windigen Amwind-Kurs übermäßig nach Lee durch, dann führt das zu einem unerwünscht bauchigen Segelprofil. Und somit zu einer geringeren Höhe am Wind. Wir erinnern uns: Mal abgesehen von der Unterwasserform einer Yacht, hängt die Höhe am Wind ausschließlich vom Anstellwinkel des Vorsegel-Vorlieksbereich zur Boots-Mittellinie ab.
 Bei einer übermäßig bauchigen Genua tritt im Achterliekbereich erhöhter Winddruck auf. Dieser Druckpunkt liegt in der Regel achterlich des Unterwasser-Lateralschwerpunktes, so daß es zu einem luvenden Moment kommen kann. Außerdem schaufelt das geschlossene Profil den abfließenden Wind kräftig in das Großsegel; das verstärkt den Gegenbauch im Bereich des Vorlieks.
 Die Genuafläche ist bei einer toppgetakelten Yacht, im Verhältnis zu der des Großsegels, relativ groß. Das erfordert eine präzise Schotholepunkt-Einstellung, will man den "Hauptantrieb" vollständig nutzen. Die Holepunkte sollten daher mit Hilfe von Windfäden auf mehreren Kursen markiert werden.


MERKE
 Auf einem windigen Amwindkurs

  • muß das Vorstag mit Hilfe eines soliden Achterstagapanners maximal möglich durchgesetzt werden.
  • darf der Mast im Salingsbereich nicht "negativ" nach achtern biegen

DAS 7/8-RIGG MIT ANGEPFEILTER SALING

Vorteile

  • gut zu trimmen
  • kleines Vorsegel erfordert geringeren Kraftaufwand

Nachteile

  • empfindlich gegen Fehltrimm
  • Vorstag-Durchhang ist abhängig von der Mastbiegung

Trimm
Wichtigstes Merkmal dieses Riggs ist, daß die Vorstagspannung von der Oberwanten-Spannung diktiert wird. Und somit auch das Profil des Vorsegels davon abhängt. Je härter die Oberwanten gespannt werden, desto weniger hängt das Vorstag bei Windlast nach Lee durch.

Grundfunktion
Die Oberwanten drücken gegen die angepfeilte (angewinkelte) Saling. Diese presst den Mast nach vorn, dieser wird hierdurch gebogen. Gleichzeitig ziehen die nach achtern versetzten Oberwanten den Vorstagbeschlag nach achtern und somit das Vorstag stramm. Eine hohe Riggspannung erhält man beim Mastsetzen durch einen kleinen Trick: Durch kräftiges Biegen des Mastes mit Hilfe des Achterstagspanners, reduziert sich der Abstand zwischen dem Mast-Wantenansatzpunkt und den Püttings. Es kommt Lose auf das Rigg, auf die Oberwanten. Jetzt werden die Oberwanten gespannt. Durch ein anschließendes Fieren des Achterstagspanners richtet sich der Mast wieder auf. Der vorher reduzierte Abstand wird wieder "normall" und sorgt nun für eine hohe Riggspannung. Ist kein Achterstag vorhanden, dann tut es auch ein im Heckbereich eingeschäkeltes Großfall.

Die Unterwanten, deren Püttings ebenfalls achterlich des Mastes montiert sind, ziehen den Mast im Salingabereich nach achtern. Je härter diese durchgesetzt werden, desto geringer ist die Mastbiegung und desto bauchiger auch das Großsegel. Die Mastbiegung wird also beeinflusst durch das Achterstag, sowie durch die Ober- und Unterwanten. Sie muß dem Schnitt des Segels angepasst werden. Ein bauchig geschnittenes Großsegel verträgt auch eine kräftige Mastbiegung (siehe auch "Ein neues Großsegel wird bestellt"). Bei unzureichender Oberwantenspannung und stramm durchgesetzten Achterstagspanner kommt Lose auf die Riggspannung und damit auch auf das Vorstag. Und genau das ist auf einem windigen Amwind-Kurs unerwünscht. Und dann lauert da noch eine Gefahr: Bei Hartwetter und ruppigem Seegang, das Großsegel ist zweifach gerefft, darf auf das Lee-Oberwant nicht zuviel Lose kommen. Bei einem sehr plötzlichen und harten Abbremsen der Yacht könnte die Lee-Salingshälfte nach vorn schnellen und den Mast von vorn belasten. Da dieser durch das zweite Reff im Großsegel an Halt verloren hat, ist ein Mastbruch vorprogrammiert.
Eine hohe Riggspannung ist also nicht nur vorteilhaft beim Trimmen, sondern sie dient auch der Sicherheit.

DAS 7/8-RIGG MIT BACKSTAGEN

Vorteile:

  • besonders gut zu trimmen
  • kleines Vorsegel
  • Mastfall während des Segelns einstellbar

Nachteile:

 


Trimm
Die Ober- und Unterwanten haben keinen Einfluß auf die Mastbiegung in Boots-Längsrichtung. Sie sollen den Mast ausschließlich in Boots-Querrichtung gerade trimmen. Diese gerade Stellung läßt sich am besten erkennen, indem man von unten an der Mastnut entlang peilt. Die Mastbiegung wird vor allem durch den Achterstagspanner, aber auch durch den Großbaum-Niederholer erzeugt.
Die Backstagen greifen am Mast in Höhe des Vorstag-Beschlags an.Sie dienen zum strammen Durchsetzen des Vorstags auf windigen Amwind-Kursen. Raumschots können sie etwas gefiert werden, um das Vorsegel bauchiger zu trimmen. Das Lee-Backstag ist auf allen Kursen zu fieren. Eine trimmende Wirkung hat also nur das Luv-Backstag. Ober- und Unterwanten-Püttings sind genau querab des Mastfußes montiert. Werden also Luv-Backstag und Achterstag auf einem Vormwind-Kurs etwas gefiert, dann wird der Mastfall reduziert, weil der Mast um den Mastfuß als Drehpunkt frei beweglich ist.
Bei einem 7/8-Rigg mit zusätzlichen unteren Backstagen gestatten diese eine besonders präzise und kontrollierbare Mastbiegung im unteren Mastbereich. Sie werden über eine Talje mit den oberen Backstagen verbunden. Gefiert trimmt sie den Mast krumm, stramm durchgesetzt bewirkt das Gegenteil.

EIN NEUES GROßSEGEL WIRD BESTELLT


Da diese Riggart recht gebogene Masten hervorbringt, muß der Segelmacher die Biegekurve des Mastes kennen. Nur dann kann er ein individuelles Großsegel anfertigen. Die Ermittlung einer solchen ist einfach. Zunächst wird der Mast maximal gebogen. Danach pickt man das Großfall im Lümmelbeschlag ein und setzt es sehr stramm durch. Das Fall bildet jetzt zur Mastkurve die Sehne. Mit Hilfe eines Bootsmannstuhles können nun in etwa Zweimeter-Abständen die waagerechten Entfernungen zwischen Mast-Achterkante und Großfall gemessen werden. Mit diesen Werten kann der Segelmacher ein optimales Großsegel herstellen, indem er die Vorlieksrundung dieser Mast-Biegekurve anpasst.
 Ein zu flach geschnittenes Großsegel öffnet das Achterliek bereits übermäßig, wenn der Mast noch gar nicht vollständig gebogen wurde. Die Folge: Die Mastbiege-Trimmbandbreite kann gar nicht vollständig genutzt werden.
 Ist das Großsegel hingegen zu bauchig geschnitten, dann läßt sich auch bei maximal gebogenem Mast das Segel nicht flachtrimmen. Es bleibt im Achterliek zu sehr geschlossen. Hierdurch neigt das Boot zu erhöhter Schräglage und Luvgierigkeit.
 Und noch etwas sollte man bei der Bestellung eines Großsegels berücksichtigen: Der Segelmacher möge doch bitte den untersten Teil des Segels, den Fuß (auch shelf genannt) aus weichem, nichtgeharzten Tuch fertigen. Das gestattet ein leichteres und wirkungsvolleres Umtrimmen im Unterliekbereich.

 

DAS RIGG, WARTUNG UND VERMEIDUNG VON SCHÄDEN

Viele Schäden lassen sich durch Achtsamkeit vermeiden und fast jeder rechtzeitig erkennen. Besonders kritische Stellen am Mast sind:

  • Wantenbefestigungen
  • Salingsfuß-Befestigungen
  • Fall-Austrittsrollen
  • Mastfuß
  • Lümmelbeschlag
  • Elektrolyse
  • Eloxierung

Überlastung und somit Rißbildung bei den drei erstgenannten Punkten lassen sich durch eine Lupe (oder Diabetrachter) feststellen. Sollten bei umfangreicheren Rissen Schweissarbeiten erforderlich werden, dann sollten diese Fachleuten vorbehalten bleiben. Bei den Befestigungslöchern für die Durchführung der Wanten-Terminals kann es zu Langlöchern kommen, wodurch auch das Aluminiurn-Mastprofil belastet wird. Die Funktion der Mastrollen läßt sich optisch feststellen. Die im Aluminiumprofil gelagerten Bolzen hierzu, neigen dazu, Korrosion zu erzeugen. Sie sollten jährlich im Herbst mit säurefreiem Fett gepflegt werden.

 Der Mastfuß - meist aus Aluminium - ist besonderer Belastung ausgesetzt, steht er doch häufig in der feuchten Mastspur. Die Abnutzung läßt sich leicht optisch feststellen. Auch hier hilft säurefreies Fett vor Korrosion und hilft die Lebenserwartung zu verlängern.

Die Eloxierung, das Schutzkleid des Aluminiumprofils, wird geschont, wenn im Hafen und beim Segeln alle Fallen vom Mast abgebunden werden. Ein ständiges Scheuern vergrault auch die beste Eloxalschicht. Sehr wichtig zu wissen ist, daß zwischen Aluminium und nichtrostendem Stahl wegen der Stellung zueinander in der elektrochemischen Spannungsreihe Potentialdifferenzen bestehen. Das bedeutet: Bei Berührung von nichtrostendem Stahl mit dem Aluminium, auch der Eloxalschicht, entsteht eine Zerstörung des Aluminiums durch Elektrolyse. Deshalb sollten im Winter Mast und Drähte getrennt voneinander gelagert werden. Mit Hilfe von Sorgleinen können dann im Frühjahr die Fallen wieder in das Mastinnere hineingezogen werden.

Kleinere Kratzer und Schamfielstellen an der Eloxierung schaden der Stabilität des Mastes nicht und können mit feinkörnigem Schleifpapier behandelt und anschließend mit geeignetem Primer überstrichen werden. Matte Oberflächen können mit milder schleifender Auto-Reinigungspaste und einer anschließenden Autowachs-Politur behandelt werden.

Jeder Mastbeschlag aus nichtrostendern Stahl sollte mit einer elektrisch nichtleitenden Zwischenlage am Mast befestigt sein. Zeigen sich an den Beschlagsrändern Korrisions-Erscheinungen, dann muß der Beschlag entfernt und neu - meist mit Kunststoff - unterlegt werden. Zum erneuten Befestigen bieten sich vor allem Nonel-Nieten an. Diese sind elektrisch neutral und gewährleisten eine sehr dauerhafte Beschlagabefestigung.

Der Lümmelbeschlag hat viel auszuhalten, besonders dann, wenn der Großbaum-Niederholer kräftig den Baum dagegen drückt. Dieser so wichtige Beschlag muß regelmäßig während der Saison auf festen Sitz und Abnutzung geprüft werden. Auch strapaziert der Niederholer den Befestigungspunkt unterhalb des Großbaums. Rissbildungen im Aluminiumprofil sind nicht selten und signalisieren rechtzeitig eine Schwächung des Baums. Ein besonders kritischer Punkt beim Stehenden Gut sind die Übergänge vom Draht zum Walzterminal. Rigger empfehlen daher ein Auswechseln der Stagen und Wanten spätestens nach 12 bis 15 Jahren.

Das tückische ist, man kann in die Terminals nicht hineinschauen. Und so muß den Aussagen der Fachleute Glauben geschenkt werden. Besonders die Lose der Leewanten lassen Biege-Wechsellasten entstehen. Diese Belastung läßt sich mit einem stramm gespannten Gummistropp vermindern. Wantenspanner-Gewinden tut man Gutes, wenn diese im Herbst mit Petroleum oder Terpentinersatz gewaschen und anschließend mit säurefreiem Fett versehen werden.

Das Laufende Gut ist besonders bei Tau/Draht-Spleissen gefährdet, auch an Stellen, wo Draht oder Tauwerk über Scheiben und Blöcke gelekt wird, zeigen sich - rechtzeitig zu erkennen - Abnutzungserscheinungen. Sogenannte Fleischhaken lassen sich, manchmal sehr schmerzhaft, entdecken.

TRIMMEINRICHTUNGEN

DER GROßBAUN-NIEDERHOLER

Er soll die Spannung des Achterlieks kontrollieren und übernimmt daher eine besonders wichtige Trimmaufgabe. Auf Fahrtenyachten gilt das vor allem auf raumen und Vorwind-Kursen. Auf einem Amwind-Kurs wird die Achterliekapannung durch den Großschot-Zug bestimmt. Wird auf einem anderen Kurs zum Wind die Großschot gefiert, dann wird die Baumnock - ohne Niederholer - steigen; das Achterliek wird entspannt, das Segel verwindet (twistet) zunehmend nach oben hin. Und zieht im oberen Bereich nicht mehr. Der Niederholer zieht die Nock herunter und verhindert somit ein übermäßiges Verwinden des Segels.

Zwei besondere Großbaum-Niederholer

Eine interessante Niederholer-Variante ist der spanische "Dory tackle". Es werden drei lose Blöcke für die Kraftuntersetzung benötigt. Ein sehr reibungsarmes und besonders wirkungsvolles System. Der "BOOMKICKER" besteht aus Fiberglas-Stäben und unterstützt den Großbaum. Die unterstützende Kraft kann exakt auf das Gewicht des Großbaums abgestinunt werden. Der Vorteil liegt - Leichtwind-Trimm betreffend - darin, daß sich das Achterliek beim Hauch einer Böe bereitwillig und damit trinungerecht leicht öffnet. Eine wirkungsvolle Ergänzung zum normalen Taljen-Großbaum-Niederholer.
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